Über mich

Ich bin Alexandra Dallmann, Hundetrainerin und Inhaberin der Hundeschule Dog`s Life sowie der angeschlossenen Hundepension.

In meiner Arbeit begleite ich Mensch-Hund-Teams mit einem belohnungsbasierten, bedürfnisorientierten und alltagstauglichen Ansatz – ruhig, individuell und wertschätzend, mit einem klaren Blick für das, was im Alltag wirklich hilft.

Mir ist wichtig, dass sich nicht nur Hunde entwickeln, sondern auch die Menschen sich im Training verstanden und gut aufgehoben fühlen.

Eine Ausbildung sowie kontinuierliche Fort-und Weiterbildungen bilden die Basis meiner Arbeit.

  • Ausbildung zur Hundetrainerin (2004)
  • regelmäßige fachliche Fortbildung
  • langjährige praktische Erfahrung in Training und Betreuung

Eine ausführliche Übersicht meiner Qualifikationen und Fortbildungen findest du hier.

Meine Hunde waren nie nur Begleiter an meiner Seite.
Sie haben nicht nur meine Arbeit beeinflusst, sondern auch meinen Umgang mit Hunden, meinen Blick auf Training und Beziehung sowie mein Verständnis für individuelle Bedürfnisse.
Viele Erfahrungen, die heute meine Arbeit bestimmen, sind genau hier entstanden.

Lassie - Deutscher Schäferhund-Mix

Lassie war nicht mein erster Hund, aber sie war der Hund, der mich erstmals wirklich mit Hundetraining und Verhaltensfragen in Berührung gebracht hat.

1997 wurde mir als Gassigängerin im Tierheim die Leine der Deutschen Schäferhund-Mix-Hündin Lassie in die Hand gedrückt – es war Liebe auf den ersten Blick.

Lassie war damals sieben Jahre alt, hatte zwei Jahre Gewalt durch ihre Vorbesitzer erlebt und wurde mir dennoch als „unproblematisch“ vermittelt.

Im Alltag zeigte sich schnell, dass Lassie alles andere als „unproblematisch“ war.
Körperkontakt war für sie kaum auszuhalten, Nähe löste Angst aus, und Vertrauen musste sich erst ganz langsam aufbauen.
Außerdem stellte und verbellte sie unbeteiligte Passanten – ein Verhalten, das sie vermutlich früher gelernt hatte und das, wie ich erst später erfuhr, möglicherweise aus ihrem Einsatz im privaten Wachdienst stammte.

Um Lassie zu helfen, begann ich, mich intensiv mit Hundeverhalten und Hundetraining auseinanderzusetzen.
Durch viel Ruhe, Geduld und Verlässlichkeit lernte sie nach und nach mir zu vertrauen, Körperkontakt zuzulassen und sich im Alltag sicherer zu fühlen.

Auch das Stellen und Verbellen von Passanten wurde im Training gezielt aufgegriffen.
Lassie wurde zunehmend ansprechbar und lenkbar, konnte sich in diesen Situationen besser orientieren und Unterstützung annehmen.
Veränderungen entstanden nicht durch Druck und Konfrontation, sondern durch Verständnis, klare Strukturen und Zeit.

Sie war der Hund, der mir gezeigt hat, wie viel Verhalten mit Angst, Erfahrung und Beziehung zu tun hat – und wie viel möglich wird, wenn man bereit ist, genau hinzusehen.
Der Weg, den ich heute mit Mensch und Hund gehe, hat genau hier begonnen.

Lassie starb im Mai 2003.
Danke für deine Freundschaft und für alles, was ich mit dir lernen durfte.
Für immer im Herzen.

Mit Lassie begann mein Weg – und er blieb nicht bei ihr stehen.

Bibi - Bullterrier-Hündin

Im Juni 1999 zog Hündin Bibi, damals ein Jahr alt, bei uns ein
Ein neuer Hund – neue Themen.

Bibi hatte aufgrund mangelnder Erfahrungen sowie mehrerer für sie beängstigende Hundebegegnungen deutliche Ressentiments gegenüber Artgenossen entwickelt. Besonders an der Leine zeigte sich das als ablehnendes, aggressives Verhalten. Freilauf war aufgrund ihres ausgeprägten Jagdverhaltens („Leine ab und weg“) zunächst nicht möglich.

Mit Bibi besuchte ich verschiedene Hundeplätze und Hundeschulen.
Die Trainingsansätze reichten von „die muss nur gehorchen“ – also laute Kommandos und strikte Unterordnung – bis zu der Empfehlung, sie „einfach in die Spielgruppe zu geben – die regeln das schon“.

Vieles davon fühlte sich für mich nicht stimmig an. Auf dem Hundeplatz funktionierte manches, im Alltag dagegen kaum. Bibi blieb in Begegnungssituationen laut und angespannt, war oft nicht ansprechbar und ich hatte das Gefühl, ihr in diesen Momenten nicht angemessen helfen zu können.

Schließlich fand ich eine Hundeschule, deren Ansatz sich anders anfühlte.
Statt Druck und Unterordnung standen Verständnis, Körpersprache und positive Verstärkung im Mittelpunkt.

Ich begann, Bibis Signale wirklich zu verstehen und ernst zu nehmen.
Ich lernte, nicht nur Verhalten zu korrigieren, sondern zu begreifen, was darunterlag: Unsicherheit, Überforderung, fehlende Unterstützung und auch Missverständnisse zwischen uns beiden.

Mit dem veränderten Trainingsansatz wurden unsere Begegnungssituationen zunehmend entspannter.
Bibi wurde verlässlicher ansprechbar, konnte sich auch in schwierigen Momenten orientieren und entwickelte Schritt für Schritt mehr Sicherheit. Gleichzeitig wuchs unser Vertrauen zueinander.

Während unserer gemeinsamen Entwicklung wuchs in mir der Wunsch, mich noch intensiver mit Hundeverhalten und Training auseinanderzusetzen.
Ich absolvierte eine einjährige theoretische und praktische Ausbildung zur Hundetrainerin – mit dem Ziel, nicht nur mit Hunden zu arbeiten, sondern Mensch-Hund-Teams wirklich zu begleiten.

Im Mai 2004 machte ich mich mit einer eigenen Hundeschule selbstständig.

Im November 2004 legten Bibi und ich gemeinsam erfolgreich die Prüfung zum Hundeführerschein des BHV ab.

Am 8. März 2016 folgte Bibi ihrem Partner Pitou.
Nach fast 17 gemeinsamen Jahren hinterlässt sie eine riesengroße Lücke.
Genau wie Lassie und Pitou hat sie mein Leben und meine Arbeit so sehr geprägt, dass ein einfaches Danke eigentlich nicht ausreicht.
Danke für deine jahrelange Begleitung und Unterstützung – du warst toll!
Für immer im Herzen.

Was mit Bibi begann, war mehr als Training – es war der Beginn meines Weges als Hundetrainerin.

Pitou - West Highland White Terrier (Westie)

Im Mai 2007 zog überraschend der West Highland White Terrier-Rüde Pitou bei mir ein.
Er kam als Notfall über den Tierschutz – nach einem Beißvorfall und mit dem Auftrag, mit ihm zu arbeiten, um ihn wieder vermittelbar zu machen.

Auf den vorhandenen Pflegestellen dieses Vereins war er mit diesem Verhalten nicht unterzubringen. Für den Verein gab es zu diesem Zeitpunkt keine realistische Alternative und eine Einschläferung wurde als mögliche Konsequenz benannt.

Für Bibi und Pitou schien vom ersten Tag an klar zu sein, dass er dazugehört.
Ich hab zwei Wochen gebraucht, bis es auch für mich klar war. Und so blieb er.

Pitou brachte ein deutlich ausgeprägtes Verteidigungsverhalten gegenüber Menschen mit – geprägt durch Erfahrungen, in denen seine Grenzen als kleiner Hund nicht respektiert wurden.

Als Pitou bei mir ankam, war an normalen Kontakt zunächst kaum zu denken. Direkte Ansprache oder der Versuch, ihn zu berühren, führten entweder dazu, dass er ohne Vorwarnung versuchte zuzubeißen, oder dass er sich entzog, Schutz unter Tischen oder Stühlen suchte und von dort aus jede Annäherung konsequent abwehrte.

Dabei verteidigte er weniger den Ort selbst als vielmehr seine Sicherheit – jede Form von Zugriff bedeutete für ihn Bedrohung.

Mit Pitou wurde mir noch einmal klar, dass Vertrauen, Beziehung und Kooperation nicht eingefordert werden können. Sie müssen freiwillig aus Sicherheit heraus entstehen.

Ich begann, ihm Zeit und Raum zu geben, statt Kontakt oder Berührung einzufordern. Rückzug wurde erlaubt, Berührungen angekündigt, Handlungen vorhersehbar gestaltet. Ich achtete bewusst auf seine Körpersprache und reagierte auf kleinste Signale, bevor es eskalieren konnte.

Schritt für Schritt lernte Pitou, dass er nicht kämpfen musste, um gehört zu werden.

Mit wachsender Sicherheit entstand Vertrauen – und damit veränderte sich auch sein Blick auf Menschen. Er ließ Berührungen zu, begann Nähe zu genießen und suchte schließlich selbst immer häufiger den Kontakt.

Pitou hat meine Haltung nicht neu erfunden – aber er hat sie noch einmal verfeinert.
Er hat mir gezeigt, dass Vertrauen nur dort wachsen kann, wo Grenzen respektiert werden – freiwillig und aus Sicherheit heraus.

Am 15. Mai 2015 ist Pitou für immer eingeschlafen.
Danke für dein Vertrauen und deine Freundschaft.
Für immer im Herzen.

Merle - Schäfer-Mix-Hündin

Anfang 2012 zog die Schäfer(Mix)hündin Merle (geb. 25.4.2008) zunächst als Pensionshund bei mir ein.
Aus dem Pensionshund wurde schließlich mein eigener Hund.

Auf den ersten Blick wirkte Merle relativ unkompliziert. Doch vieles von dem, was zunächst als angepasstes Verhalten erschien, war in Wirklichkeit durch früheres Training entstandene Hemmung – keine echte Verhaltensveränderung.

So zum Beispiel beim Signal „Platz“: Merle klappte komplett unterwürfig zusammen. Und in meiner Gegenwart traute sie sich zunächst kaum, Dinge wie z.B. Spielzeuge ins Maul zu nehmen.

Auch bei Hundebegegnungen zeigte sich ihre Geschichte. An der Leine reagierte sie mit lautem Abwehrverhalten, um andere Hunde auf Abstand zu halten.

Gleichzeitig zeigte sich im direkten Kontakt mit anderen Hunden, dass Merle grundsätzlich sozial kompetent war – auch wenn sie dabei manchmal die „strenge Gouvernante“ gab.

Zusätzlich litt Merle unter starker Gewitterangst und hatte Schwierigkeiten alleine zu bleiben.

Mit Zeit, Ruhe, fördernder Begleitung und vielen positiven Erfahrungen durfte Merle Schritt für Schritt wieder Mut entwickeln.

Ein besonderer Moment war, als sie sich irgendwann traute, mir stolz ihre Beute (ein Minizweiglein) zu zeigen, und dabei fröhlich mit dem ganzen Körper wackelte. Später begann sie sogar begeistert und voller Vertrauen mit mir Zerrspiele zu spielen.

Auch Begegnungen wurden entspannter und aus der angepassten Hündin wurde ein Hund, der sich wieder etwas zutraute und Freude daran hatte

Merle hat mir noch einmal gezeigt, dass echte Veränderung nicht durch Hemmung entsteht, sondern dort, wo sich Emotionen verändern, Vertrauen wachsen kann und Hunde die Möglichkeit bekommen, anderes Verhalten wirklich zu lernen.

Am 29. April 2020 ist Merle völlig unerwartet und plötzlich verstorben.
Danke für deine Freundschaft, deine Liebe und dein Vertrauen.
Danke für alles, was ich von dir lernen durfte.
Für immer im Herzen.

Billy vermisst seine allerbeste Freundin und langjährige Gefährtin ganz besonders.
Danke, dass du für ihn da warst.

Billy - Deutscher Schäferhund-Rüde

Anfang Juli 2012 übernahm ich – ursprünglich nur als Pflegestelle für das Tierheim Tensbüttel- den jungen Schäferhund-Rüden Billy (geb. 12.2.2012).

Billy hatte zu diesem Zeitpunkt ein stark ausgeprägtes Trennungsstressproblem und ein Tierheimaufenthalt wäre für ihn kaum zumutbar gewesen. Vier Wochen später hatte Billy mich dann überzeugt – und blieb.

Neben dem Trennungsstress brachte er noch weitere Themen mit. Vor allem zeigte Billy ein sehr starkes Erregungsproblem – und genau dieses hohe Erregungsniveau war häufig das „Zündholz“ für viele seiner weiteren Themen. Seine Erregung schoss bei Reizen extrem schnell nach oben und war für ihn kaum eigenständig zu regulieren. In solchen Situationen brauchte er meine Unterstützung, um wieder zur Ruhe zu kommen und ein passenderes Verhalten zeigen zu können.

Gerade in den ersten Jahren brachte mich Billy damit manchmal an meine nervlichen Grenzen. Er sprang ausdauernd mit voller Wucht in die Leine, war nicht ansprechbar und konnte sich bei Wildsichtungen minutenlang kreischend in die Leine hängen. Begegnungen mit anderen Hunden waren zeitweise ebenfalls schwierig. Billy war in dieser Phase nur sehr eingeschränkt sozial verträglich.

Zusätzlich zeigte er eine ausgeprägte Ressourcenproblematik, die ebenfalls Training und Management erforderte.

Training mit Billy bedeutete vor allem eines: Geduld, Ruhe, Struktur, Management – und sehr viel Training im Alltag.

Billy musste nicht perfekt werden. Entscheidend war, dass er lernen konnte, seine Erregung besser zu kontrollieren – gar nicht erst so stark hochzufahren und mit meiner Unterstützung wieder herunterzufinden.

Im Laufe der Jahre lernte er immer besser seine Impulse zu kontrollieren, sich an mir zu orientieren und passend zu reagieren. Aus dem hoch erregten, zerrenden, kreischenden und springenden Junghund wurde Schritt für Schritt ein Hund, der in so gut wie allen Situationen ansprechbar war und sich mit ruhiger Stimme und netter Ansprache lenken ließ.

Auf die alltägliche Umwelt – Geräusche, Fahrzeuge, Menschen, Hunde, andere Tiere- reagierte Billy schließlich gelassen und souverän. Dadurch wurde er zu einem besonderen Begleiter im Training: viele Hunde konnten sich an seiner Ruhe und seinem Verhalten orientieren – er wurde für sie zu einem Vorbild.

In der Hundepension profitierten besonders kleine, unsichere oder ängstliche Hunde von Billys ruhiger und souveräner Art. Durch sein gelassenes und kontrolliertes Verhalten lernten viele von ihnen, dass große Hunde nicht grundsätzlich bedrohlich sind – und verloren so auch ihre Angst vor den anderen Hunden der Gruppe.

Wie sich im Laufe der Zeit zeigte, lag auch dem Trennungsstress letztlich dieses hohe Erregungsniveau zugrunde. Dadurch war dieses Thema nur begrenzt trainierbar. Ich stellte meinen Alltag deshalb weitgehend auf Billy ein – und so begleitete er mich über viele Jahre fast überallhin – im Leben genauso wie im Training.

Billy prägte nicht nur mein Leben und meinen Alltag, sondern auch meine Arbeit als Hundetrainerin und mein Verständnis von Training.

Billy starb am 25.8.2025.
Er war über 13 Jahre mein Schatten, meine Stütze, mein Anker, mein Wall, mein Partner, mein Lehrmeister – er hinterlässt eine unfassbar große Lücke.
Ich vermisse dich. Du fehlst überall. Und du fehlst nicht nur mir, sondern auch deinen Hundefreundinnen und Hundefreunden und den zahlreichen Menschen, die dich kennengelernt haben – du hast in vielen Herzen einen Pfotenabdruck hinterlassen.
Für immer im Herzen.

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